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Normalerweise kommt das Highlight ja zum Schluss. Bei diesem Saisonrückblick müsste man dann die Geschichte aber vom Jahresende zum Jahresanfang erzählen. Denn die Coppa d' Europa (müsste sie nicht eigentlich "d' Europe“ heißen?) startete bereits am 10. April 2025 - also zum Warmlaufen blieb da keine Zeit. Doch bleiben wir lieber beim chronologischen Ablauf. Rainer hat das Jahr im Schnelldurchlauf nachfolgend Revue passieren lassen: "Erstmals musste ich bei der Coppa auf meinen Stammbeifahrer Bernhard Stein verzichten. Aber auch mit Andreas Eiden kooperierte ich bei dieser 3-Tages-Tour von Maastricht nach Prag hervorragend. Und so waren wir nach einer anstrengenden und bekannt anspruchsvollen Tour mit unserem 3. Platz in der Klasse Sport auch sehr zufrieden. Obwohl ich mein Programm 2025 etwas reduziert hatte, war doch das Jahr immer noch gut mit Terminen gefüllt. Im Mai ging es dann mit dem Gold Race weiter und bis Oktober fuhr ich nach der Coppa immerhin noch weitere zehn Veranstaltungen - viele davon mit Siegen oder guten Platzierungen. Gefahren bin ich wechselweise mit meinem Porsche 911 SC Targa und meinem Triumph TR 250 und auch bei den Beifahrern musste oder durfte ich wechseln. Mit Bernhard Stein, Andreas Eiden und mit Peter Beckers hatte ich aber immer Top-Beifahrer. Elf Veranstaltungen mag sich zwar im Vergleich zu Clubmitglied „Kirsche“ Kirschbaum mit seinen 24 Veranstaltungen durchaus übersichtlich anhören. Aber da waren natürlich auch noch andere Veranstaltungen, bei denen ich als Streckenposten aktiv war. Nicht vergessen möchte ich unsere Veranstaltung, die 26. Int. DMV Oldtimer-Klassik, die durch das ECURIE-Team vorbereitet und durchgeführt werden mussten. Da immer weniger Clubmitglieder sich an der Vorbereitung beteiligen, steigt hierbei auch der Arbeitsaufwand für jeden einzelnen. Habe ich noch was vergessen - ach ja, in der Veranstaltergemeinschaft des Euregio Classic Cup e. V. bin auch noch im Vorstand, und ... Durch die freiwillige Selbstbeschränkung war es dann beim Euregio Classic Cup natürlich auch nichts mit dem Tripple - nach den Meisterschaftssiegen 2023 und 2024 reichte es dieses Jahr „nur“ zu Platz 5. Aber schon jetzt haben die Planungen für die kommende Saison begonnen."

Ich habe grob überschlagen – im Zeitraum Mitte Febuar bis Ende Oktober hatten wir 2025 ca. 38 Wochenenden. Da frage ich mich, warum ist dann Extrem-Vielfahrer Hans-Jürgen „Kirsche“ Kirschbaum 2025 dann nur 29 Veranstaltungen gefahren? Was war denn da los? Aber er wird es uns direkt zu Beginn seines Jahresrückblicks erklären: „Nur 29 Veranstaltungen in 2025. Was ist passiert? Nun, da in den letzten Jahren die Veranstaltungen mit fragwürdigem Charakter zugenommen haben, bin ich in diesem Jahr mehr auf Retro-Rallyes fokussiert. Zusätzlich kamen drei mehr als schlechte Veranstaltungen am Jahresanfang hinzu. So wurde uns ein klarer Gesamtsieg in Schleswig weggenommen, da man nicht willens war sich die Druckerstreifen noch mal an zu schauen. Hier hatte man uns mit dem Vordermann verwechselt. War auch auf der Ergebnisliste klar zu erkennen. Bei einer weiteren Veranstaltung kam hinzu, dass der Gesamtsieger errechnet wurde. Der Fahrer hatte den Fehler gemacht, an der Startuhr anstatt an der Lichtschranke seine Uhr anzudrücken. Ich habe mich daraufhin aus dem Norddeutschen Oldtimer Cup streichen lassen. Hat aber keinen interessiert. Außerdem haben in diesem Jahr die fragwürdigen Entscheidungen einiger Fahrtleiter zugenommen. Es gibt ein paar Schlaumeier die meinen, den Oldtimersport neu erfinden zu müssen. Mein Beifahrer Hartmut Sohn und ich haben uns deshalb entschlossen, 2025 sämtliche Veranstaltungen in Schleswig-Holstein abzusagen. Es ist uns aber gelungen, in den restlichen Veranstaltungen einige gute Ergebnisse zu fahren. Es gab zwar nur zwei Gesamtsiege, aber einige zweite und dritte Plätze im Gesamtergebnis. Losgehen sollte es am 15.02. mit der Hochtaunus-Rallye. Vorher wurde noch ein stärkerer Motor (40 PS statt 30 PS) und ein kurzes Getriebe in den BMW 700 eingebaut. Leider führte das direkt auch zu unserem ersten Ausfall. Beim Starten brannte der Kabelbaum auf Grund eines defekten Rückfahrschalters. Blöder Saisonbeginn. Am 21.02. ging es dann doch los – auf nach Oschersleben zur Welfen-Winterrallye. Diese findet in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Hier fuhr ich mit Erik Elges aus Bielefeld als neuen Beifahrer. Im ersten Lauf erreichten wir Platz 2. Der zweite Lauf endete auf Platz 7. Der dritte Lauf fand in Dunkeln statt. Die schnellen Fahrzeuge hatten eine Menge Dreck auf die Fahrbahn gebracht und ich war das erste Mal auf Rennreifen unterwegs. Da passte so Einiges nicht. Also Aufgabe im dritten Lauf. Man sollte auch seine eigenen Grenzen kennen. Danach ging es zur Unterland-Hohenlohe Fahrt. Hier wurde in den Weinbergen gefahren. Man zeigte mir am Freitag bei der Papierabnahme einen Kurs. Hier war schlucken angesagt. Haarnadeln und Kurven ohne Ende. Da der neue Motor noch nicht eingefahren ist, wartete ein hartes Stück Arbeit auf uns. Mein neuer Beifahrer ist schon soweit, das die Ansagen stimmen. Dadurch konnte ich einiges mehr riskieren. Es war dann aber trotzdem so eng, dass wir teilweise nur 20 Sekunden Wartezeit hatten. Nach 6 Prüfungen ging es ins Ziel. Wir hatten die Rallye gewonnen. Eine Woche drauf ging es zur Rallye Hessisches Bergland. Diese startet in Melsungen. Hier war es morgens noch so kalt, dass wir Eis kratzen mussten. Auch hier wieder 6 schöne Prüfungen. Mittlerweile gibt der Motor etwas mehr Leistung ab, so dass die Wartezeit am gelben Schild etwas länger wird. Auch habe ich zu den neuen Reifen ein sehr großes Vertrauen aufgebaut. Auch hier konnten wir unsere gute Form zeigen und landeten auf Platz 2. Bei der Rallye „Buten un Binnen“, welche auf einem alten Truppenübungsplatz stattfindet, ging mir was am Getriebe kaputt. (Anm. der Redaktion: Zur Erklärung des Titels: „Buten und binnen“ ist norddeutsch und steht für „Draußen und drinnen“, aber auch für „Wagen und gewinnen“. Es war der Wahlspruch Bremer Kaufleute im Portal des Schüttings, dem Gebäude der Bremer Kaufmannschaft (Quellen: Wikipedia/Perplexity). Leider war mein Auto in Trittau (ca. 30 km östlich von Hamburg) noch nicht wieder einsatzfähig. Aber es gibt Wunder. Ein Konkurrent der Serie lieh mir einen Opel Kadett 2,0 E. Mit diesem ungewohnten und deutlich schnellerem Auto landeten wir auf Platz 4. Diese n Sportgeist eines Teilnehmers kann man gar nicht hoch genug bewerten. Nach der Veranstaltung – und vielleicht auch ein wenig inspiriert von dem Kadett in Trittau – habe ich einen Überrollbügel in meinen VW GTI gebaut und mich entschlossen, nur noch mit dem schnelleren Auto an den Start zu gehen. Ein 3. Platz bei der Vissel Classic Rallye und in Bremerhaven kamen dazu. Danach langte es nicht mehr fürs Treppchen – „nur“ noch vierte Plätze. Die letzte Retro war dann im Oktober. Hier kamen dann schon schlechte Straßenverhältnisse hinzu. Aber mit gebremstem Schaum kam das Auto ins Ziel. In der ersten Saison mit neuem Beifahrer landeten wir auf Platz 3 in der Retro-Rallye-Serie-Nord. Hinzu kam ein 2. Platz in der Classic Meisterschaft des Deutschen Motorsport Verbandes. Außerdem habe ich zum dritten Mal in Folge die DMV-Rallyemeisterschaft gewonnen.“ Nachtrag der Redaktion: Ich kann den Fahrzeugtausch von Kirsche gut nachvollziehen. Aber es waren immer spektakulär,e Bilder wenn er in seinem kleinen 40 PS BMW 700 der PS-stärkeren Konkurrenz den Auspuff zeigte.

In unserem Jahresrückblick 2025 wollen wir exemplarisch drei ECURIE-Teams herausgreifen, die hinsichtlich ihrer sportlichen Präferenzen sehr unterschiedlichen aufgestellt waren. Blicken wir im ersten Teil auf das Team Amanda und Helmut Thome. Sie könnten auch bei den Oldtimern starten. Aber der Triumph Spitfire von Amanda ist nicht unbedingt zuverlässig. Aus eigener Erfahrung mit einem MG Midget weiß ich, dass es der Konzentration nicht unbedingt förderlich ist, wenn man mehr auf die Fahrgeräusche als auf die Ansagen des Beifahrers/der Beifahrerin hören muss. Deshalb haben sich die beiden entschieden, mit einem Peugeot 206 CC in der Youngtimer-Klasse zu fahren. Und da der Spaß Vorrang haben soll, fahren sie (noch) in der Kategorie „Touristik“. Soweit die Vorworte, nun aber zum Rückblick der beiden: „Schon zum Jahresbeginn haben wir mit den „Hufen geschabt“, konnten den Saisonstart kaum erwarten. Geplant war die Saison aber schon - fünf Veranstaltungen waren vorgesehen, das Auto war fit, die Bleistifte gespitzt und die anderen Utensilien für eine Klassik-Veranstaltung gepackt. Los ging es dann endlich am 27.04. mit dem Saison-Auftakt beim MSC Aachen. Schön war es, die alten Mitstreiter und deren Fahrzeuge auf dem DEKRA-Gelände wiederzusehen. Wir fühlten uns an diesem Sonntag auch sehr gut vorbereitet und trauten uns durchaus einen Pokalplatz zu. Es kam aber noch besser, wir haben die Klasse „Youngtimer“ gewonnen - ein optimaler Start in die neue Saison. So kann es gerne weitergehen. Erst einmal konnten wir uns einen Monat in unserem Erfolg sonnen. Erst dann ging es für uns mit dem 25. Gold Race weiter. Start und Ziel war an der Festhalle in Düren-Birkesdorf - ist das nicht da, wo nach den Bläck Fööss der Bauer auf der Hochzeit tanzt (Buuredanz)?. Drei Teams der ECURIE waren dabei - aber nur beim Tanz um die besten Plätze. Auch wenn Peter Beckers sicherlich seine Kernkompetenz im Orientierungssport hat, so strahlte doch seine Aura auch in die anderen Kategorien aus. Somit waren auch die Kategorie „Touristik“ anspruchsvoll und voller kniffliger Aufgaben. Deshalb waren wir mit dem 4. Platz zufrieden und wurden - unabhängig von der Platzierung - zum Abschluss mit Grillarden und frischen Salaten - möglicherweise sogar von dem besungenen Buuren - verwöhnt. Am 13.07. startete dann die Tour d‘Eifel - es ging hierbei nicht auf die Boulevards von Paris, sondern zu den nahezu unzählbaren Kurven in der Eifel. Der MSC Hoefen und Bernhard Stein fanden wieder die schönsten in unmittelbarer Nähe. Wetter, Strecke und Buffet waren perfekt. Fast perfekt war auch unser Platz 2. Pokale gibt es bei dieser Veranstaltung grundsätzlich nicht, sind ja auch nur Staubfänger und Kostentreiber. Dafür gab es bei der nächsten Veranstaltung zwei Monate später wieder einen Pokal für Platz 3 bei der 7. Kupferstädter Classic-Tour in Stolberg [ˈʃtɔlbɛʀk]. Eigentlich hätte es die "Messingstädter Classic-Tour" heißen müssen, da man in Stolberg in Unkenntnis Messing als „gelbes Kupfer“ bezeichnete (Quelle: Wikipedia). Wie auch immer - Hauptsache Spaß gehabt. Dann war dann auch schon unsere letzte Veranstaltung 2025 - die Burgringtrophy des MSC Burgring Nideggen. Wieder waren drei ECURIE-Teams am Start und ich prognostizierte im Vorfeld der Veranstaltung "3 x Platz 2". Und was als Scherz gemeint war, wurde glatt Realität - alle 3 ECURIE-Teams belegten Platz 2. Einige Stimmen vermuteten sogar, das ein oder andere ECURIE-Teams hätte, um bloß nicht auf Platz 1 ins Ziel zu kommen, kurz vor dem Ziel noch absichtlich einen Fehler eingebaut. Fazit : Wir hatten uns im Vorfeld entschieden, nur ausgewählte Veranstaltungen zu fahren. Wichtig war uns, dass wir Spaß bei den Veranstaltungen haben wollten und Erfolge erst einmal zweitrangig waren. Vielleicht war es auch diese Unverkranftheit, die uns hat so gute Ergebnisse erzielen lassen. Im Rückblick war die Saison dann doch zu kurz. Aber 2026 steht ja bereits vor der Tür." Nächste Folge: ""Kirsche" Kirschbaum: 29 aus 52" Nachfolgend noch einige Bilder mit Amanda und Helmut:
